Gestern hatten wir unser Architektengespräch. Nachdem sich letzten Freitag herausstellte, dass Herr B. (FH) diesen Termin nicht wahrnimmt, sondern stattdessen Herr Sch. (freier Architekt) vorbeikommt und dann noch der Termin von 09.00h auf 11.30h verschoben wird, war ich erstmal ein wenig enttäuscht. Mir war ja schon klar, dass der Termin sehr lange dauern wird und je später wir anfangen desto später wird der Abend. Außerdem hatten wir den Tagesablauf bzw. die Betreuung unserer Kleinen schon arrangiert und nun mussten wir umdisponieren, was aber im Nachhinein – dank Oma – doch alles kein Problem war.
Wir hatten uns dann mit Herrn Sch. für 11.30h am Haus der Schwiegereltern verabredet, da diese nur ca. 100m vom Grundstück entfernt wohnen. Weiterhin hatte ich schon angedeutet dass ich den Termin gerne früher beginnen wollte und so stand dann gegen 10.00/10.15 Uhr unverhofft Herr Sch. schon auf der Matte. Nach einem kurzen Gespräch über seinen Werdegang und seine bisherige Zusammenarbeit mit FH hatte ich dann alle meine Bedenken beiseite geworfen und war mir sicher, einen kompetenten Partner an die Seite gestellt bekommen zu haben.
Wir haben dann ca. 3,5-4 Stunden den Fragebogen und die Checkliste von FH durchgearbeitet und sind nach einem gemeinsamen Mittagessen aufs Bauamt gefahren, da sich doch einige Ungereimtheiten zwischen Bauplan, Bausatzung und unseren Anforderungen ergaben. Aus unseren Unterlagen war ersichtlich, dass nur max. 35° Dachneigung erlaubt seien, außerdem war ein Drempel von max. 0,50 cm (wir brauchen 1m) erlaubt und man schrieb eine talseitige Traufhöhe von max. 6m vor, was bei uns ziemlich knapp werden dürfte. An dieser Stelle eine dickes Lob an das Bauverwaltung Netphen bzw. Herrn Schumann. Es war ein sehr nettes und freundliches Gespräch, in dem alle unsere Befürchtungen aufgehoben wurden. Eine neuere Satzung erlaubt die von uns benötigten 38° Dachneigung. Und die 2 Abweichungen von der Gestaltungsvorschrift (Drempel und Traufhöhe) müssen natürlich beantragt werden und werden nur Kosten im minimalen dreistelligen Bereich verursachen.
Erleichtert fuhren wir dann wieder nach Beienbach und besuchten kurz das Grundstück, damit Herr Sch. ein paar Fotos machen konnte. Danach gings zurück zu den Schwiegereltern und wir fuhren mit der Planung der Hauslage fort. Nach einigem schieben und rotieren des Grundrisses am Lageplan gingen wir wieder zum Grundstück um uns das Ganze aufgrund der Höhenpunkte vorort zu verdeutlichen. Da wurde uns dann klar, so gibt dat nix. Wir hätten hinterm Haus ca. 3m Erde aufschütten müssen und das auf ca. 200-300m2 … Außerdem hätte man von der östlichen Straße vor einem riesigen Klotz gestanden; dass würde uns nicht gefallen und den Nachbarn und dem Dorfbild wollen wir sowas natürlich auch nicht zumuten. Also wie kommen wir da wieder raus? Verzicht auf die Garage, Umplatzierung des Hauses, Keller weglassen und/oder komplett von NULL anfangen? Im Endeffekt werden wir nun vorm Haus Erde abtragen, das Haus ca. 1,5m tiefer setzen und somit kommen wir mit der Oberkante des Fußboden im EG auf die Höhe des jetzt vorhandenen Geländes. Außerdem werden wir dadurch wahrscheinlich keine Abweichung mit der Traufhöhe mehr bekommen. Die Garage wird wahrscheinlich auch noch möglich sein. Aber da muss Herr Sch. noch das Gefälle genau berechnen, allerdings bei 7,5m Einfahrt sollte das auch zu keinen besonderen Problemen führen.
Nun war es schon 18.00 Uhr und somit mussten wir die Kleine einpacken (Schlafenszeit) und sind mit Unterlagen und Herrn Sch. in unsere Wohnung gefahren um die Grundrisse zu besprechen. Das Ganze war schnell abgehakt, die einzigen Änderungen sind kleinerer Natur und eigentlich sollten wir somit zu einer Minderung des Preises kommen. Es kommt ausser einem Fenster nix hinzu aber einiges fällt flach
So waren wir dann gegen ca. 20.00h mit allem durch. Ich muss schon sagen: ein anstrengender Tag (ich freu mich schon auf die Bemusterung…) aber sehr produktiver und erleichternder Tag. Jetzt müssen wir ca. 4 Wochen auf die Vorabzüge warten. Die Wartezeit werden wir nutzen um einige Angebot einzuholen für Stützmauern, Innendämmung und Außendämmung Keller … Heute Abend haben wir noch einen Termin mit einem Tiefbauer, mal schauen was der so an Zahlen und Leistungen anbietet.

