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27 Jan 2010

Finanzierung abgeschlossen …

Geschrieben von Uwe um 13:20 Uhr

… zumindest pyschisch – der weitere Verlauf liegt nun bei Bank, Bausparkasse, KfW, Notar und Grundbuchamt.
Gestern Abend haben wir die Darlehensanträge bei der Bank unterschrieben. Wir haben uns nun für einen Mix aus Annuitätendarlehen, Wohnriester und KfW-Darlehen entschieden. Laut Bank soll nun innerhalb von max. 2 Wochen alles über die Bühne sein.
Willkommen in der Schuldenwelt…

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10 Dez 2009

Jetzt geht´s wirklich rund: Bemusterungstermin

Geschrieben von Uwe um 20:27 Uhr

Lange Zeit Funkstille, sowohl von uns als auch von FingerHaus und jetzt kommt schon der nächste Post in dem jungen Monat: Um kurz vor 18.00 Uhr ging das Telefon – “06451-504xxx”: Aaah FingerHaus.
Ein netter Herr E. (dessen Name in die Jahreszeit passt) wollte mit uns den Bemusterungstermin ausmachen.
Voraussichtlich wird es für uns der 19.01.2010 sein. Muss das morgen mal noch mit der Arbeit abklären und mal schauen welche Großeltern Zeit fürs Babysitten haben.
Laut Herrn E. reicht bei uns ein Tag aus und es wird um 08.30 Uhr losgehen. Bis dahin müssen wir mal noch ein bisschen pushen und Bad- und Küchenplanung abschließen. Ebenso gilt es jetzt die Finanzierung unter Dach und Fach zu bringen. Dazu haben wir nächste Woche noch Termine mit 2 Banken. Herrn E. habe ich auch nochmal darauf hingewiesen, dass wir die Kosten für die Elektrovorinstallation benötigen da wir sonst keinen vernünftigen Angebotsvergleich machen können. Er wollte das an unsere Kundenbetreuerin Frau G. weitergeben. Warten wir mal ab obs fruchtet und es noch einen Post diese Woche gibt :-)

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02 Dez 2009

Unterlagen für den Bauantrag

Geschrieben von Uwe um 21:29 Uhr

Heute hatte unser Briefkasten ziemlich was zu schlucken – die Unterlagen für den Bauantrag sind bei uns eingeschlagen. Für eine detaillierte Prüfung fehlt uns allerdings heute Abend leider die Zeit. Wir werden uns den Papierstapel spätestens am Wochenende vornehmen.

Die grobe Überprüfung ergab aber, dass die ersehnte Mehr-/Minderkostenabrechnung nicht dabei ist. Ich will nun endlich mal das Thema “Finanzierung” abschließen, aber bevor ich die Kosten nicht einigermaßen genau beziffern kann, wage ich mich nicht da dran. Ein kurzer Anruf bei unserer Kundenbetreuerin genügte aber: die Mehr-/Minderkostenabrechnung folgt noch, ebenso wie die erste Abschlagsrechnung … *bäääääh*

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20 Nov 2009

Rücksprache mit dem Architekt…

Geschrieben von Uwe um 22:22 Uhr

… und immer wieder der Verweis auf die Bemusterung

Gestern rief mich der für uns zuständige Architekt Herr Sch. an. Er brütet derzeit über der Erstellung unseres Bauantrags. Es geht also voran. Erstmal bekam ich ein Lob für unsere ausführliche und leicht nachvollziehbare Änderungsaufstellung/-markierung :-) Danach sind wir alle Punkte nochmal durchgegangen so das auch wirklich nichts mehr schief gehen kann, aber warten wir´s mal ab.
Das was mich doch ein wenig stört, viele der Änderungswünsche bzw. Anforderungen werden erst bei der Bemusterung geklärt. Das ist mir aber persönlich ein wenig zu spät; ich möchte jetzt schon wissen was kostenmäßig so auf uns zu kommt. Ich muss ja auch die Finanzierung mal endlich zu einem Abschluss bringen, und ohne einigermaßen absehbare Beträge wage ich mich da noch nicht dran. Also muss ich unsere Kundenbetreuerin Frau G. ein wenig damit löchern uns vorab schon unsere Wünsche im Rahmen der Mehr-/Minderkostenrechnung zu beziffern.
Und was mir jetzt gerade noch einfällt: Kommen jetzt eigentlich direkt die Bauantragunterlagen incl. der ersten Abschlagszahlung oder müssen wir erst noch unser OK für die Bauantragsunterlagen geben…?

Fragen über Fragen und immer noch keine Kostentransparenz :-(

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11 Aug 2009

Grundlagen der Baufinanzierung (aus Sicht eines Nicht-Bankers)

Geschrieben von Uwe um 9:13 Uhr

Für eine 100%ige Richtigkeit übernehme ich keine Gewähr. Ich kann das hier nur so wiedergeben wie ich es als “Nicht-Banker” verstanden habe.

Grundlage für alles
Verschafft euch einen genauen Überblick über eure finanzielle Lage. Wertet eure Kontoauszüge des letzten Jahres, besser noch der letzten 2 Jahre aus. Macht euch eine Art Gewinn und Verlust Rechnung. Sowas sollte sowieso am besten mind. einmal jährlich gemacht werden. Mit welchen Einnahmen könnt ihr sicher rechnen, welche Ausgaben belasten euch monatlich. Quartalsweise bzw. unregelmäßige Einnahmen und Ausgaben rechnet auf den einzelnen Monat runter. Somit bekommt ihr einen Ansatzpunkt wieviel ihr euch monatlich an Abtrag überhaupt leisten könnt. Rechnet vorsichtig, d.h. geht vom schlimmsten Fall aus, es bringt nix sich etwas schön zu rechnen und es dann später zu einem bösen Erwachen kommt.

Was kostet euch der Bau?
Rechnet zusammen was an reinen Baukosten auf euch zukommen wird. Angebot der Hausbaufirma plus Richtpreisangebote von fremdvergebenen Leistungen (Kellerbau, Bodenbeläge, Maler-/Tapezierarbeiten etc.)

Eigenleistungen
Die Eigenleistungen werden wie Eigenkapital durch die Banken behandelt und man spricht auch von “Muskelhypothek”. Lasst euch über die Sachen, welche ihr in Eigenleistung erbringen wollt auch Richtpreisangebote, aufgeteilt nach Material & Lohn, durch entsprechende Handwerksfirmen machen. Somit bekommt ihr eine grobe Vorstellungen über die Kosten welche für den Materialkauf auf euch zukommen können. Den Lohn der Eigenleistung könnt ihr nicht mit dem gleichen Stundenlohn wie ein Handwerker ansetzen. Lieber sehr minimalistisch rangehen, so verschafft ihr euch einen zusätzlichen Puffer um nachher nicht in die Breduille zu kommen eine Nachtragsfinanzierung machen zu müssen.

Eigenkapital
Was habt ihr auf der hohen Kante? Wann kommt ihr an das Geld ran? Die Banken wollen bei Darlehensabschluss auch einen Nachweis darüber haben, dass ihr über das Geld auch wirklich verfügt.

Berechnung des Beleihungswertes (BW)
Der Beleihungswert gibt die Höhe der Kreditsicherheit an, zu dem die Bank sich sicher sein kann das Objekt auch wieder loszuwerden. Es ist also die absolute Obergrenze bis zu der die Bank einen Kredit vergeben kann/darf. Nebenkosten, wie Gebühren für Notar, Grundbuch, Hausanschlüsse etc. werden bei der Beleihungswertermittlung nicht berücksichtigt!

Der Beleihungswert errechnet sich durch die Summe der Baukosten plus die Grundstückskosten (alles ohne Nebenkosten!) abzüglich eines Sicherheitsabschlages (ca. 10%), da bei einer Zwangsversteigerung im ersten Versteigerungstermin nicht der komplette Bauwert angesetzt wird und mit jedem weiteren Termin fällt der Anteil am Bauwert.

Rangaufteilung
Die Rangaufteilung gibt Aufschluss darüber welcher “Geier sich zu erst am Aas satt fressen” darf, also welche Bank sich erst- bzw. nachrangig im Falle einer Zwangsversteigerung ihr Kapital (anteilsmäßig) zurückholen darf. Je schlechter der Rang in dem der Kredit platziert ist, desto schlechter natürlich auch die Konditionen für euch. In den meisten Fälle spricht man von 60% des BW = I. Rang, 80% des BW = II. Rang.

Beispiel

Baukosten     240.000 EUR
Grundstück     60.000 EUR
= Wert        300.000 EUR
- 10% Sicherheitsabschlag (30.000 EUR)
= Beleihungswert 270.000 EUR
 I. Rang (bis 60% des BW): max. 162.000 EUR
II. Rang (bis 80% des BW): max. 216.000 EUR

Dies sind dann die max. ausnutzbaren Grenzen um sich Kredite zu holen.

Rechnen wir das Beispiel weiter mit Nebenkosten, Eigenkapital und Eigenleistungen so erhalten wir als Ergebnis das benötigte Fremdkapital:

  Baukosten   240.000 EUR
+ Grundstück   60.000 EUR
= Wert        300.000 EUR
+ Nebenkosten  15.000 EUR
= Zw. Summe   315.000 EUR
- Eigenleist.  10.000 EUR
- Eigenkap.    40.000 EUR
= Fremdkap.   265.000 EUR

Jetzt erkennen wir aber, das wir mit den 2 oben ausgerechneten Rängen nicht hinkommen werden (80% des BW = max. 216.000 EUR), da wir insgesamt 265.000 EUR an Fremdkapital benötigen…

Es entfallen also 162.000 EUR auf den I. Rang und 54.000 EUR auf den II. Rang. Somit bleiben noch 49.000 EUR offen. Da die Förderdarlehen der KfW rangunabhängig sind werden diese gerne für solche “Auffüllungen” genutzt. Beim “Energie effizient bauen”-Programm kann man auch max. 50.000 EUR für ein Einfamilienhaus ohne Einliegerwohnung beantragen. Zu beachten sind bei den KfW-Darlehen allerdings die max. 10 jährige Zinsfestschreibung. Man muss also nach 10 Jahren neu finanzieren und hoffentlich hat man bis dann zumindest den II. Rang wieder frei oder eine Lebensversicherung läuft aus, sonst kann es richtig teuer werden…

Zum Abschluss noch die (Näherungs-)Formel für´s Annuitätendarlehen bzw. der monatlichen Belastung:

Kreditbetrag x (Zinssatz nominal + Tilgungsatz im 1. Jahr)
---------------------------------------------------------- = Aufwand im 1. Jahr
                          100

Um auf die monatliche Belastung zu kommen jetzt noch das Ergebnis durch 12 teilen.

Ich hoffe ich habe das jetzt alles richtig wiedergegeben und auch noch einigermaßen verständlich rübergebracht.

Viel Spaß bei euren schlaflosen Nächten ;-)

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