Wie schon bereits angekündigt hatten wir am 19.01. unseren Bemusterungstermin in Frankenberg. Da wir einige Ausbaupakete aus dem FingerHaus-Leistungsumfang genommen haben wurde für unsere Bemusterung nur ein Tag veranschlagt. Auch wenn wir nur ca. 1h entfernt von Frankenberg wohnen sind wir am Vorabend angereist. FingerHaus hat uns für diese eine Nacht in der – wirklich empfehlenswerten – Pension “Ederstrand” untergebracht. Das ganze war uns lieber und im Endeffekt auch richtig so. Sonst hätten wir morgens um ca. 06.30 Uhr unsere Kleine zu Opa und Oma bringen müssen und hätten den Tag schon mit Stress begonnnen.
Nach einem kurzen Spaziergang durch die sehr schöne abendliche Altstadt von Frankenberg und einem leckeren Abendessen beim Italiener ging es zurück in die Pension, wo wir dann doch zeitig und ermüdet einschliefen. Am nächsten Morgen begaben wir uns nach einem leckeren und ausgedehnten Frühstück ohne “Kind-Fütterungs-Intermezzo” um 08.30 Uhr auf die andere Straßenseite zu FingerHaus. Dort wurden wir von unserem zuständigen Mitarbeiter aus der Bemusterung Herrn E. begrüßt und empfangen. Nach einer kurzen Vorstellung des Tagesablaufes ging es direkt mit einer freudigen Nachricht los: Wir benötigen die erweiterte Estrichdämmung unter der FBH nicht! Freude! Geld gespart. Danach folgte sofort die Auswahl der Dachpfannen (Nibra Altschwarz engobiert – durch Gutschein abgedeckt), des Außenputzes (Stolit K 2.0 – hellgrau, die Farbe der Dachuntersichten (hellgrau) und der Dachrinnen (Zink). Nach diesem und jedem weiteren “Shopping-Paket” wurden die Ergebnisse im Büro von Herrn E. in eine umfangreiche Excel-Liste (Bemusterungsprotokoll bzw. Mehr-/Minderkostenrechnung) eingetragen. Anschließend haben wir die Art der Dachpfetten bzw. deren Abschlüsse (abgekantet) ausgesucht und uns für eine Entnahmeklappe an einem Regenrinnen-Fallrohr entschieden. Weiterhin haben wir uns für schwarz-royale Schornsteinklinker entschieden. Es folgten die Fenster incl. der gewünschten Außenfarbe (anthrazit), Fenstergriffe, Art und Farbe der Rolläden (grau) und deren Führungschienen (Alu) sowie Abschlussleisten (Alu). An diesem Punkt stellten wir auch das erste Mal fest, dass wir die Innenfensterbänke selbst kaufen müssen. Bisher hatten wir das immer so verstanden, dass FingerHaus die mitliefert und wir sie dann einbauen müssen. Danach sollten wir die Haustür aussuchen. Dies war allerdings für mich nicht so einfach, da zwar der Standard nicht unbedingt hässlich ist, aber ich mir doch schon etwas anderes unter “unserer” Haustür vorgestellt habe. Wir haben dann erstmal eine Standardhaustür ausgewählt und mit satiniertem Glas und einem anderen Türgriff aufgemustert, aber gleichzeitig schon vorgewarnt, dass sich dieses am Tagesende – je nach EUR-Saldo – ändern könnte. Nach einem Mittagsessen zu dem uns FingerHaus freundlicherweise eingeladen hat, ging es weiter mit der Sanitärvorinstallations-Planung. Dabei bekamen wir einen ersten Dämpfer bezüglich unserer Badplanung. Herr M. aus dem Nebenbüro gesellte sich zu uns und erklärte uns freundlich warum die Planung nicht so das Gelbe vom Ei wäre. Wir könnten das zwar so machen, aber er bzw. FingerHaus würden uns davon abraten, wenn wir nicht nach kurzer Zeit Schimmel im Bad haben wollten. Der Stein des Anstoßes war die Dusche, welche sich zum überwiegenden Teil unter der Dachschräge befindet. An dieser Stelle ein ausdrückliches Lob an Herrn M. und FingerHaus für diese Ehrlichkeit. Uns ist es lieber man sagt uns als Laien wodurch sich Probleme ergeben können, an statt einem alles zu verkaufen, was man haben will! Um unseren weiteren Bemusterungsablauf zeittechnisch nicht weiter zu stören hat Herr M. dann angeboten, sich mal einzuschließen und uns eine neue Badplanung zu machen, Hut ab! Somit konnten wir weiter unsere Bahnen in der Bemusterung ziehen und es ging weiter mit einer frostsicheren Außenzapfstelle, Not-Heizöfchen fürs Bad und der Heizungsanlage. Zur Heizungsanlage hatte ich noch Rückfragen bez. eines zusätzlichen Pufferspeichers, welche im späteren Verlauf von Herrn M. beantwortet wurden. Im Endeffekt haben wir uns für das neuere Modell Vitocal 343-G entschieden. Diese kostet zwar etwas mehr, aber bei der Vitocal 222-G hätten wir auch mit Mehrkosten für Wärmemengenzähler rechnen müssen und so haben wir den neuesten Stand der Technik. Auch unsere Erdwärmebohrung wird etwas mehr als geplant kosten. Für die Bohrung wird Bodenklasse 6 vermutet und aufgrund einer Auflage der Stadt Netphen brauchen wir einen Druckwächter.
Zwischendurch bekamen wir noch Besuch von unserer Kundenbetreuerin Frau G. mit dem geplanten Zeitverlauf. <Trommelwirbel>Stelltermin für das Haus ist vermutlich in KW13.2010</Trommelwirbel> Aufgrund des “harten” Winters, kann es allerdings noch zu Verschiebungen kommen. Der Grund dafür sind Kunden, welche eigentlich die letzten Wochen und aktuell beliefert werden sollten, aber aufgrund von Witterungsverhältnisse nicht alle die Möglichkeit hatten die Bodenplatte bzw. die Kellerdecke zu gießen. Wenn es also bei unserem geplanten Termin bleiben sollte, dann geht es schon in ca. 3-4 Wochen mit dem Tief- und Kellerbau durch HEFLRI los. Also wird es demnächst Schlag-auf-Schlag kommen.
Bei der damaligen Werkvertragsunterzeichnung hatten wir mit unserem Verkäufer Herrn S. vereinbart, dass wir entweder den Küchen- oder den Kamingutschein nutzen wollen. Da wir nun die Küche schon gekauft haben wollten wir natürlich den Kamingutschein nutzen. Dabei fiel uns das nächste Mal das Herz in die Hose, man sagte dazu müsse man mal kurze intern Rücksprache halten. Nach kurzem Zittern wurde uns die Möglichkeit aber bestätigt. Unser Gutschein lautete über einen Oranier-Ofen “Justus”. Dieser sagte uns aber rein optisch nicht zu und wir liebäugelten mit den Öfen der Marke Olsberg Mayon Compact, Keiyo Compact oder noch besser aufgrund der 2 Sichtfenster Pantoja. Alle hätten erheblichen Mehrpreis generiert. Aber zum Glück kam Herr M. mit unsere Badplanung wieder. Erst haben wir seinen Vorschlag abgenickt, weil er a) absolut in Ordnung war und b) es nicht viel andere Möglichkeiten für die Badgestaltung im DG aufgrund der Dachschräge gibt. Danach hat er meine Fragen zur Heizungsanlage bzw. Pufferspeicher verständlich erklärt und uns den zweiten sehr großen Gefallen an diesem Tag getan. Da er den VK-Preis für den Olsberg Pantoja berechnen musste bekam er mit an welche Öfen wir Interesse haben. Dazu meinte er, dass er uns die gerne verkaufen würde (aufgrund des Mehrpreises), aber wirklich nötig wären diese nicht, da wir keine Belüftungsanlage haben. Wir müssen keinen raumluftunabhängigen Kamin haben, sondern einen mit einer externen Luftzufuhr. Beides ist nicht das gleiche. Die raumluftunabhängigen haben schwergängigere Türen bzw. sind technisch anderes beschaffen und besitzen zusätzlich einen Luftzufuhrstutzen. Wir benötigen aber nur einen Luftzufuhrstutzen. Somit haben wir uns für einen Olsberg Alid entscheiden, welcher nur ein Drittel des Mehrpreises der anderen Öfen generiert. Danach ging es an die Planung der Elektrovorinstallation, da wir die Elektroinstalltion aufgrund von vielen zusätzlichen Steckdosen, Schaltern und Netzwerk vergeben werden. Da wir uns schon im Vorfeld eine Elektroplanung gemacht hatten, ging dieser Punkt auch relativ zügig über die Bühne. Es sei aber für alle anderen gesagt, Elemente wie elektr. Türöffner, Gegensprechanlage und selbst die Thermostate für die Fußbodenheizung sind Bestandteil der Elektroinstallation… Abschließend waren wir nun gespannt auf den Mehr-/Minderpreis aufgrund unserer Bemusterung und wir hatten Glück: Unser gesetztes Budget war bei weitem unterschritten und somit ging es wieder zu den Haustüren
Wir haben uns für eine Haustür in Anthrazit mit Edelstahlelement, langem Türgriff und satiniertem Glas entschieden (siehe Album). Und das Beste ist, wir haben immer noch einen Minderpreis!
Alles in allem müssen wir sagen es war ein sehr anstrengender Tag, auch wenn wir im Vergleich zu anderen Baufamilien nicht viel auszusuchen hatten. Aber es hat sehr viel Spaß gemacht; unter anderem auch, weil man sich wirklich ernst genommen und gut aufgehoben fühlt. Ein besonderer Dank nochmals an Herrn M. für dieses überdurchschnittliche Engagement und seine vielen kostbaren Rat- und Vorschläge! Und vielen Dank auch an Herrn E. für die sympathische Betreuung und Geduld mit uns


